50.000 Mitarbeiter lagert die Telekom aus
Letzte Nacht haben sich die Telekom und Ver.di geeinigt. 50.000 Mitarbeiter werden in eine neue Telekom Servicegesellschaft abgeschoben. 6,5 Prozent weniger Lohn bei gleichzeitig vier Stunden mehr Arbeit im Monat erwarten die Mitarbeiter der Telekom. Bis spät in die Nacht verhandelten die Telekom mit der Ver.di. Telekom Personalchef Thomas Sattelberger zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. ” Mit dem Ergebnis können alle Seiten gut leben “, sagte er. Besonders hob er in den Gesprächen vor das die Ergebnisse im angepeilten Finanzrahmen blieben.
Ursprünglich war von der Telekom gefordert eine mindestens neun prozentige Reduzierung der Gehälter. Dies hatte Ver.di erfolgreich abgeblockt. Bei den vier Stunden mehr Arbeit hatte sich allerdings die Telekom durchgesetzt. Die Reduzierung der Gehälter soll aus Mitteln eines eigens dafür gebildeten Topfes nach einem Sozialplan über den Zeitraum von 42 Monaten stufenweise abgebaut werden. Die Einstiegs Gehälter neuer Mitarbeiter wurden ebenso gesenkt. Die Einstiegs Gehälter liegen jetzt zwischen 21.400 und 23.200 € im Jahr. Der Samstag gilt in Zukunft wieder als normaler Arbeitstag.
Im Gegenzug gibt es für die Telekom-Mitarbeiter einen Kündigungsschutz bis Ende 2012. Zusätzlich verzichtet die Telekom auf den Verkauf der neuen Gesellschaft bis Ende 2010. Heute Mittag wird das Verhandlungsergebnis noch von der großen Tarifkommission bewertet. Damit wären die wochenlangen Streiks bei der Telekom beendet.
Juni 20th, 2007 at 12:30
Damit nähert sich die Telekom hier dem Wettbewerb an. Ob das reicht, um wieder in die Gewinnzone zu gelangen, muss man abwarten. Schließlich wird der Service nun zwar günstiger und durch die längeren Arbeitszeiten auch schneller, aber ob er auch besser wird, hängt von der Mitarbeitermotivation ab. Die wird durch den Kompromiss aber kaum steigen.